Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt. (Jorge Louis Borges)

Über mich

Die Jimmy


Ja, ihr habt recht gelesen: die. 
Der Name mag ein wenig verwirrend klingen; das zeugt nur davon, wie gut der Name zu ihr passt. 
Ich für meinen Teil habe sie kennen gelernt, da trug sie diesen Namen noch nicht. Wir haben uns damals auf einer Ferienfreizeit kennen gelernt, weil sie wohl gerne verreist und andere Länder sehen möchte.
Sie ist schon etwas komisch.
Ständig hatte sie schräge Sachen im Kopf.
Dummerweise ist sie die Göttin der Überredenskunst. Dh. eine doofe Idee nach der anderen wird auch umgesetzt. Und wenn Jimmy einmal etwas nicht bekommt, dann lässt sie sich einen anderen Weg einfallen. 
Nur um ans Ziel zu gelangen.
Ihr Ziel ist nämlich nicht der Weg. Ihr Ziel ist nämlich das Chaos pur. Davon bin ich überzeugt.
Chaos herrscht nicht nur in ihrem kleinen Köpfchen (apropos klein, ich glaube sie ist nicht einmal 1,60m groß), sondern auch in ihrem Zimmer.
Auch über ihr Bücherregal kann sie keine Übersicht mehr haben. Sie ordnet sie nach keinem für mich erkennbaren System, liest quer durch jegliche Genre, die mir bekannt oder auch unbekannt sind und sucht sie sich von überall und in jeden Zuständen zusammen.
Inzwischen hat Jimmy eine ausgeprägte Such entwickelt.
Wann war ich jemals mit ihr in einem Buchladen, ohne dass sie sich einmal keines gekauft hätte?
Außerdem kauft sie sich , nach eigener Aussage, im Monat mehr Bücher, als sie sich eigentlich leisten kann.
Wo kommt also das viele Geld her?
Wer den den ganzen Tag lang zur Schule geht, hat keine Zeit für einen Job.
Und sie muss sich ja jetzt noch auf ihr Abi vorbereiten. Sprich noch weniger Zeit.
O o . Jimmy ...muss ich mir Sorgen machen, wo du dein Geld her hast? :D
Sie ist eine Weltmeisterin im so tun als ob. (Zum Beispiel tut sie so als ob Bücher nichts kosten würden.)
Sie tut so als ob Japanisch einfacher zu erlernen wäre als ..
Englisch?! Also bitte.
Das habe ich noch nie verstanden.
Seit, ich glaube, 4 Jahren oder so lernt sie diese Sprache jetzt schon und krakelt mir zum Beweis immer wieder rätselhafte Zeichen irgendwohin.
Sie tut so als ob es nicht hypnotisierend wirke, wenn man auf ihrem Bett liegt und die ganze Zeit auf einen riesengroßen roten Fleck an der Wand starrt, nur weil so die Nationalflagge Japans ausschaut.
Und sie tut so als ob nichts dabei wäre sich mal eben in zehn Sekunden eine Gute-Nacht-Geschichte für meinen kleinen Bruder aus dem Ärmel zu schütteln.
Dafür bewundere ich sie.
Manchmal vermute ich irgendwo in ihrem Kopf eine Tür in eine Welt voller Einfällen, wo sie einfach hineinlangt und eine nach der anderen herauszieht.
Das schreibt sie dann auch noch auf.
Stift und Papier.
Mehr braucht sie zum Leben nicht.
Denn zur Not schreibt sie sich ihre Bücher selbst.
Ich wette, das könnte sie auch.
Oder sie malt sich ihre Welt bunt. Dafür braucht sie dann auch nichts weiter als ein paar Stifte.
Jimmy hat eine ganz schön große Klappe, wenn ich das so sagen darf.
Ich denke ich darf.
Sie kann sich leider nicht immer zurück halten.
Meistens bekomme ich da die beste Situationskomik präsentiert.
Nicht nur ihr Mundwerk ist laut.
Sie produziert Lärm am laufenden Band. Selbst beim Gehen.
Sie klingelt bei jedem Schritt. Dank der Lindt-Glöckchen, die wir zusammen immer auffuttern.
(Der Schokoladen-Marke Lindt möchte ich in dem Sinne meinen großen Dank aussprechen.)
Die Glöckchen trägt sie nicht nur an ihren Chucks.
Ihr Hut ist voll mit solchen Krachmachern und anderem Klimperkram und so.
Selbst ihre Kampftasche, oder wie das heißt, ist nicht davon verschont geblieben.
Meine Ohren sind schon ganz betäubt.
Das rührt aber wohl eher von ihrer Lieblingsmusik her.
Deutsch Punkrock. Oder so.
Ich kenne mich nicht aus.
Vielleicht auch Ska? Ich weiß es nicht. Verzeih mir, meine Liebe.
Jimmy ist also ein lautes Kind.
Ja ein Kind.
Mit 17 ist man noch Kind.
Jedenfalls sie.
Das wird sich wohl auch nicht mit 18 ändern. Am 6. Oktober nächsten Jahres.
Oder mit 20 ... oder 30.
Naja und bis dahin wird sie wohl ohnehin schon die halbe Welt umkreist und sie mit ihrem Lachen angesteckt haben.
Kinderlachen ist doch wundervoll!
Und wie sie dabei immer ihren Kopf schief legt.
(Ich glaube, das wusste sie noch gar nicht. Und ich glaube, das interessiert auch niemanden.)



Ich könnte noch so viel erzählen. Anfangs fiel mir gar nichts ein.
Ich hatte sie zwar gebeten, für ihren Blog ein paar Sätze so aus meiner Sicht über sie schreiben zu dürfen. Doch da hätte ich nicht gedacht, dass mir so derart die Inspiration fehlen würde ..
Nun wie ich sehe, hat sich das ja jetzt gelegt. Es ist mehr geworden, als ich vermutet hätte. Für die Faulen unter euch, habe ich das wichtige markiert.
Ich hoffe es gefällt dir, Jimmy.


Alles Liebe,

deine Alina


[geändert am 22. November, wegen falscher Altersangabe] 



 

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